Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen

Digital Signage im Gesundheitswesen

Studien zeigen: Unternehmen mit hoher Digitalisierung sind 26 Prozent profitabler als ihre Konkurrenten. Im Gegensatz zur High-Tech-Branche, dem Retailsektor und den Banken, befindet sich das Gesundheitswesen erst am Beginn seiner digitalen Reise.

Das wachsende Onlinegeschäft, personalisierte Preise und Self-Scanning beim Einkaufen – dies sind nur drei Trends der Digitalisierung, die bereits Einzug in unseren Alltag gefunden haben. Wie sieht es aber im Gesundheitswesen aus? «Die Chancen für den Einsatz digitaler Technologie sind sehr vielfältig», sagt Franz Josef Buschmeier, Geschäftsführer der Room Signage Systems GmbH. Im Gesundheitsbereich sieht der Experte ein besonders grosses Potenzial. «Die Digitalisierung kann viele Bereiche vereinfachen. Dazu gehören das Warteraum-Management, die Medikamentenausgabe, die Verwaltung der Räume, die Auszeichnung der Stationen und die Patientenbelegung in den Zimmern.»
Ein wachsender Bereich der Digitalisierung ist die digitale Beschilderung. Dazu gehören elektronische Plakate, Verkehrsschilder und auch digitale Türbeschriftungen. Sie finden ihren Einsatz heute vor allem in Shops und in öffentlichen Räumen. «Gerade dieses Beispiel der Monitore mit den individualisierten Informationen ist komplex», sagt Buschmeier. Der Nutzen ist klar: die Digitalisierung vereinfacht Prozesse und gestaltet Abläufe effizient. Die grosse Herausforderung bleibt aber die Aufrechterhaltung der Qualität. «Die Abläufe müssen fortdauernd überprüft werden.»

Mehr Qualität für Patienten

Ein anderer Aspekt der Digitalisierung: Das elektronische Patientendossier ist bereits Realität geworden. Für den Leistungserbringer und den Patienten soll es einfach zu nutzen sein und dabei gleichzeitig den Anforderungen des Datenschutzes Rechnung tragen.
Buschmeier denkt bereits einen Schritt weiter: «Wenn wir schon dran sind, warum rüsten wir den Patienten beim Eintritt nicht mit einem Gerät mit Display und GPS oder NFC (Near Field Communication) aus? Ein Gerät, das ihn während seines Aufenthalts begleitet und ihn durchs Haus führt?»
Die Digitalisierung erhöht nicht nur die Qualität des Aufenthalts für den Patienten. Sie lohnt sich auch finanziell für die Gesundheitseinrichtungen. «Papiergesteuerte Prozesse müssen durch elektronische ersetzt werden», sagt Buschmeier. «Das bringt eine Arbeitserleichterung und Zeitersparnis von bis zu 15 Prozent.» Die Digitalisierung reduziert Fehler, steigert die Effizienz und senkt damit direkt die Kosten.

Neuland für Spitäler

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen stösst auf bekannte Herausforderungen. «Wir befinden uns in einem neuen Geschäftsfeld ohne Erfahrungswerte», sagt Buschmeier. Die grossen Hürden sind der Datenschutz- und rechtlichen Bestimmungen. Auch die Angst vor Missbrauch der Daten schürt Unsicherheit. «Kein Entscheider wird diese Herausforderung angehen ohne den Segen seiner IT-Fachleute.»
Vom Standpunkt der Technologie her sind die Themen gelöst. Nun braucht es die Bereitschaft, bestehende Prozesse zu durchleuchten und Neuerungen mit Offenheit zu begegnen. In Anbetracht des Einsparungspotenzials von bis zu 26 Prozent sowie der Qualitätserhöhung für die Patienten sollte es sich für Gesundheitseinrichtungen lohnen, das Thema zumindest einmal aufzugreifen.

Franz Josef BuschmeierJosef Buschmeier:
«Papiergesteuerte Prozesse müssen durch elektronische ersetzt werden.»

Manuel BöschensteinManuel Böschenstein:
«Der direkte Weg kann lebensrettend sein!»

Einrichtung im Gesundheitswesen stellen besondere Anforderungen an die Signaletik. Klarheit und eine einfache Orientierung sind hier nicht nur wünschenswert, sondern retten Leben. «Der direkte Weg muss schnell und einfach ersichtlich sein – für Personal und Patienten», sagt Manuel Böschenstein, Verkaufsleiter Frontwork AG. Das Walliseller Unternehmen gestaltet und produziert innovative Lösungen im Bereich Signaletik und digitaler Beschriftung. Das Wissen und die Erfahrung von über 60 Mitarbeitenden aus 30 verschiedenen Berufen vereinen sich unter einem Dach. «Die Vorteile von Digital Signage liegen auf der Hand», erklärt Böschenstein. «Einfach ausgedrückt, handelt es sich um eine elektronische Raum- und Arbeitsplatzbeschilderung, die auch bei Stromausfall die Kennzeichnung sicherstellt. Da das Schild nur für die Änderung der Darstellung aber nicht für dessen Erhaltung Strom braucht, bleibt die Abbildung auch bei Stromausfall sichtbar, wie ein bedrucktes Blatt Papier. Durch kompatibles Anbinden sind Informationen und Bilder im Handumdrehen auf dem neuesten Stand. Der Zeitaufwand und Fehlerquellen werden dadurch deutlich reduziert.» Ob im Innen- oder Aussenbereich: Beschriftungen und Wegleitungen schaffen Klarheit und Orientierung. Frontwork verfügt über grosse Erfahrung in diesem Bereich. «Wir haben schon viele Spitäler und Rehakliniken von A bis Z professionell begleitet und sind gemeinsam zum Ziel gekommen», sagt Böschenstein. www.frontwork.ch

Ein Beitrag von Claudia Hausmann, Marketing, Frontwork AG