Richtiges Licht für die innere Uhr

Richtiges Licht für die innere Uhr

Licht hat einen grossen Einfluss auf die Physiologie des Menschen. Besonders betroffen sind stationäre Patienten in einem Spital. Umso wichtiger ist eine wahrnehmungsoptimierte Beleuchtungsplanung, um die Patienten bei der Genesung zu unterstützen.

Der Mensch bezieht circa 80 % seiner Informationen über das Auge. Als Forscher im Jahr 2001 einen weiteren Fotorezeptor im menschlichen Auge entdeckten, erbrachten sie damit einen Beweis, dass sich Licht auch auf die Physiologie des Menschen auswirkt. Neben den Stäbchen (für das Schwarz-Weiss-Sehen zuständig) und den Zapfen (für das Farbsehen zuständig) gibt es einen dritten Rezeptor. Dieser Rezeptor wird speziell durch blaues Licht, wie zum Beispiel Tageslicht, stimuliert und nimmt Einfluss auf die Hormone im Körper, die als Taktgeber für die innere Uhr des Menschen agieren. Licht ist damit, unter anderem, für den menschlichen Schlaf-wach-Rhythmus verantwortlich. Fehlendes Tageslicht kann sich negativ auf die Schlafqualität auswirken. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich seither neue Konzepte für die wahrnehmungsorientierte Beleuchtungsplanung ableiten.

Genesungsprozess unterstützen
Besonders in Spitälern sind die Patienten häufig über einen längeren Zeitraum nicht mobil. Sie halten sich dauerhaft in Räumen mit geringer Tageslichtversorgung auf und können sich nicht im Freien ihre notwendige Portion Tageslicht abholen, um ihre innere Uhr zu synchronisieren. Daraus kann eine Störung im Schlaf-wach-Rhythmus resultieren. Die somit verminderte Schlafqualität kann sich negativ auf den Genesungsprozess auswirken. Mit aktuellen Ansätzen im Bereich der Beleuchtungsplanung, der Lichttechnik und der Steuerung lässt sich diesen Problemen entgegenwirken, um die Patienten bei der Genesung zu unterstützen.

Win-Win-Situation für Patienten und Betreiber
Heute installiert man in Krankenzimmern eine Beleuchtung, die in der Lage ist, den natürlichen Verlauf des Tageslichts in Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke nachzuempfinden. Über den Tag wird abgebildet, wie sich das Licht im Freien verändert. Veränderung ist ein wichtiger Faktor, denn das natürliche Tageslicht ist nie gleich: Sonnenrichtung oder Bewölkung beeinflussen die Beleuchtungsstärke sowie die Farbe des Lichts im Laufe des Tages. Die passende Lichttechnik, kombiniert mit darauf abgestimmten Steuerungssystemen, leistet einen wichtigen Beitrag zur optimalen Versorgung der Patienten mit dem richtigen Licht zur richtigen Zeit. Neben der künstlichen Beleuchtung können TRA-Lösungen von Siemens auch deren Abstimmung mit dem natürlichen Tageslicht übernehmen. Durch eine gezielte Jalousiesteuerung lässt sich immer das optimale Verhältnis aus Kunst- und Tageslicht einstellen, um den Patienten optimale Bedingungen für die Genesung zu schaffen. Denn in Zeiten von Fallpauschalen kommt ein verkürzter Aufenthalt im Spital nicht nur dem Patienten zu Gute – auch die Klinik profitiert.

Green Projects als gewerkeübergreifender Ansatz
Siemens steht als Ansprechpartner für gewerkeübergreifende Optimierungen zur Verfügung. Green Projects haben eine ganzheitliche Optimierung der Gebäude und Prozesse zum Ziel. Dabei steht die Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Gebäude und Prozesse der Kunden im Fokus, um ihnen mittels Optimierung einen Wettbewerbsvorteil zu ermöglichen.

Weitere Informationen:

Siemens Schweiz AG
Building Technologies
Gerald Konegger
Vertical Market Manager Healthcare
Telefon: 079 510 71 70
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