Inselspital Bern baut mit Desigo CC am Spital der Zukunft

Inselspital Bern baut mit Desigo CC am Spital der Zukunft

In drei Etappen erneuert das Inselspital Bern sein Areal grundlegend, um die verwandten medizinischen Abteilungen zu bündeln und damit die Wege für die Patienten zu verkürzen. Siemens Schweiz liefert im Rahmen des Grossprojektes für das ganze Areal die integrierte Gebäudemanagementplattform Desigo CC sowie die Gebäudeautomation für das neue Theodor-Kocher-Haus.

Das Inselspital Bern hat grosse Pläne: Bis 2025 entstehen auf dem Areal zwei Neubauprojekte, das alte Bettenhochhaus wird abgerissen. Im Siegerprojekt «Cœur de l’île» kommen das neue Herz- und Gefässzentrum sowie weitere Fachkliniken zu liegen, die direkt an das Intensivbehandlungs-, Notfall- und Operationszentrum (INO) angeschlossen werden. Auf der anderen Seite des INO entsteht der zweite Neubau auf dem Inselareal, das neue Theodor-Kocher-Haus. Ziel des Grossprojektes ist es, die über die Jahrzehnte gewachsene komplizierte Immobilienstruktur zu vereinfachen. Deshalb sollen verwandte medizinische Abteilungen näher zusammenrücken.

In einem Submissionsverfahren hat Siemens Building Technologies zwei Teilprojekte gewonnen. Das eine umfasst die Implementierung von Desigo CC als übergeordnete Leitebene. Damit lassen sich sämtliche Regel- und Steuerungsanlagen auf dem Areal mithilfe einer übersichtlichen Gebäudemanagementplattform überwachen und steuern. Zum zweiten Teilprojekt gehört die Lieferung der kompletten Gebäudeautomation für das neue Theodor-Kocher-Haus.

Ein Leitsystem für alles

Die Regel- und Steuerungsanlagen der Gebäudeautomation auf dem gesamten Areal des Inselspitals bestehen aus verschiedenen Generationen von Automationsstationen und wurden bisher auf einem Leitsystem von Johnson Controls zusammengefasst. Auf das Jahr 2023 ist das Ende des Lebenszyklus dieses Leitsystems absehbar. Das Inselspital hat sich entschieden, die dafür notwendigen Leistungen in einem zweistufigen selektiven Verfahren auszuschreiben. Nach der Präqualifikation mussten die Anbieter einen Pilotaufbau erstellen. Dieser sollte zeigen, wie die bereits bestehenden Saia-, Johnson- und Beckhoff-Kontroller in das neue Leitsystem integriert und visualisiert werden können. Dank dem offenen Standard von Desigo CC konnten die Komponenten der Drittanbieter problemlos integriert werden. Dieses effiziente und kostengünstige Engineering trug massgeblich zum Projektgewinn bei. Im Endausbau werden weit über 100000 Datenpunkte in Desigo CC integriert und ermöglichen so die Verbesserung der Performance über den gesamten Gebäudelebenszyklus hinweg.

Angenehmes Klima

Im neuen Theodor-Kocher-Haus, in dem ab 2018 die Frauenklinik (Wechselstellung während Sanierung) und nach anschliessender Aufstockung das Organ- und Tumorzentrum in Betrieb sein wird, sorgt die Gebäudeautomation von Siemens für ein angenehmes Raumklima. Eingesetzt werden Desigo-PX-Automationsstationen für die Regelung der Primäranlagen sowie das Raumautomationssystem Desigo Total Room Automation (TRA). Damit lassen sich alle Gewerke im Raum regeln, steuern und überwachen. Neben dem abgestimmten Zusammenspiel aller Raumgewerke sorgen weitere durchdachte Funktionen für eine energetische Raumoptimierung. Dabei werden die Räume bedarfsabhängig mit der erforderlichen Energiemenge versorgt. Zudem bietet Desigo TRA mit der innovativen Applikation AirOptiControl für beste Voraussetzungen. Sie sorgt für die Einhaltung der Grenzwerte bei Temperatur, Luftqualität und Feuchte und spart gleichzeitig bis zu 50% Energie im Vergleich zu einer Konstantdruckregelung.