Elektromobilität auf dem Siegeszug

Keba_Wallbox

Elektromobilität auf dem Siegeszug

Elektroautos werden immer populärer – und das aus gutem Grund. Im intelligenten Netz der Zukunft könnten sie, neben ihrer hohen Effizienz, eine wichtige Rolle als integraler Bestandteil der Lastverteilung übernehmen. Dazu braucht es eine gute Ladeinfrastruktur. Spitäler eignen sich bestens dazu, diese zur Verfügung zu stellen.

Elektroautos warten in der Schweiz mit einer besonders günstigen CO2-Bilanz auf. Pro Kilowattstunde verbrauchter Elektrizität entstehen knapp 40 Gramm CO2 – ein sehr günstiger Wert im Vergleich mit benzin- oder dieselbetriebenen Autos. Möglich ist das durch den Schweizer Strommix: Rund 60 Prozent des erzeugten Stroms entsteht hierzulande aus Wasserkraft. Dazu überzeugen Elektrofahrzeuge mit ihren ruhigen Fahreigenschaften. Und nicht zuletzt können sie mit intelligenten Ladelösungen in der Lastverteilung (Smart Grid) der Zukunft eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Netzstabilität spielen.

Die Fahrzeughersteller reagieren auf den Trend zur E-Mobilität mit einer stetig wachsenden Modellpalette. Wer sich mit der Anschaffung eines E-Autos beschäftigt, hat also eine immer grössere Auswahl. Doch bei vielen Autofahrern herrscht noch grosse Skepsis bezüglich der Lademöglichkeiten. Den Benziner an der Tankstelle vollzutanken geht nach wie vor viel schneller als den Akku des E-Autos aufzuladen. Hinzu kommt das in der Schweiz noch relativ schwach ausgebaute Netz an Ladestationen – besonders jenen mit Schnellladefunktion. Aber die durchschnittliche Reichweite eines Elektrofahrzeugs liegt heute bei mindestens 200 Kilometern, was im Alltag für die meisten Autofahrer ausreichend sein dürfte. Denn laut einer Statistik des BFS legen die Schweizer pro Kopf und Tag im Schnitt nur eine Distanz von etwa 37 Kilometer zurück.

Fest steht jedoch, dass die Möglichkeit, den Akku des Autos an möglichst vielen Orten aufladen zu können, wohl den wichtigsten Faktor für den Siegeszug der Elektromobilität darstellt. Besonders an Orten, an denen Autofahrer tagsüber längere Stopps einlegen, machen Ladestationen Sinn. An Supermärkten oder in den Tiefgaragen von Shoppingcentern zum Beispiel findet man immer öfter solche Stellplätze mit Lademöglichkeit. Während des Einkaufs kann so das Fahrzeug wieder aufgeladen werden.

Geeignete Orte gibt es also viele. Auch Spitäler sind durch ihre Nutzungsstruktur ideale Standorte von Ladestationen. Wie in Unternehmen aller anderen Branchen verbringen hier eine Vielzahl an Arbeitnehmern täglich mehrere Stunden am Stück. Zeit, in der sie ihre E-Fahrzeuge laden können. Auch Kurzzeitpatienten und vor allem die Besucher, die meist länger als eine halbe Stunde Krankenbesuche machen, sind ideale Nutzer. Die Herausforderung für ein Spital bei der Schaffung einer solchen Ladeinfrastruktur beginnt bereits bei der Planung, hört aber beim Betrieb der fertigen Anlage längst nicht auf.

Denn bei ungesteuertem, gleichzeitigem Laden von mehreren Elektrofahrzeugen kann es zu Leistungsspitzen kommen. Ein intelligentes Lademanagement kann das Laden der verschiedenen Elektroautos optimal über einen längeren Zeitraum verteilen und gleichzeitig Leistungsspitzen vermeiden. Müssen bestimmte Elektroautos schnell weiterfahren, können diese prioritär geladen werden.

Die Spezialisten von EKZ unterstützen bei Planung, Bau und Unterhalt; sie haben Lösungen für Abrechnungssysteme sowie Finanzierungsmodelle für Ladestationen unterschiedlichster Dimensionen entwickelt. Dabei entfällt für den Kunden das Planungs-, Erstellungs- und Betriebsrisiko, denn sowohl die Finanzierung als auch der Betrieb wird individuell angepasst.

Das optionale Abrechnungssystem teilt nicht nur die Kosten dem entsprechenden Nutzer zu, sondern gibt auch Auskunft über die individuellen Energiebezüge der jeweiligen Ladestationen. Zusätzlich wird angezeigt, welche Ladestation im Verbund noch frei ist. Die Administration bis zur Rechnungstellung erfolgt automatisch über das System. Dazu ist die Station jederzeit kostengünstig erweiterbar – denn der Siegeszug der E-Autos geht weiter.

Elektrizitätswerke des Kantons Zürich
Markus Müller
Dreikönigstrasse 18
Postfach 2254
CH-8022 Zürich
ekz.ch/integral